Schritt für Schritt eine Schule für alle!

Die Grundschule St. Korbinian - mehr als 170 Jahre alt!

Im Jahr 1994 konnte unsere Schule ihren 150. Geburtstag feiern. Die Schule eröffnete im Jahre 1844, von Mutter Gerhardinger, der Gründerin der "Armen Schulschwestern", ins Leben gerufen, ihre Pforten. Anlässlich dieses Jubiläums entstand eine Festchronik, aus welcher der folgende geschichtliche Abriss entnommen wurde.

Die Schule wurde seit der Gründung nur mit einer kurzen Ausnahme fast ausschließlich von klösterlichen Lehrkräften geleitet. Erst 1989 ging die Ära der Schwestern an der Schule zu Ende.

Vor der Zeit als "Deandlschui" diente das Gebäude als Franziskaner-Kloster.

 

Am 5. November 1844 wurden vor der Pfarrkirche St. Georg fünf arme Schulschwestern empfangen. Stadtpfarrer Baustädter übergab ihnen feierlich die neue Schule.

 

Die erste Oberin M. Augustine führte die Schule 37 Jahre lang. Am Anfang hatte die Schule 200 Schülerinnen, 1870 waren es 650.

1860 wurde die Knabenschule gebaut und von da an war hier die eigentliche "Deandlschui", wie sie heute noch bei den alten Freisingern heißt.

Im 1.Weltkrieg wurden die Buben der  Knabenschule im Schichtbetrieb hier unterrichtet, weil die Knabenschule fünf Jahre als Lararett diente.

1937 wurde Hauptlehrer Max Kriner von der Knabenschule Rektor der Mädchenschule.  Den 2. männlichen Rektor der Schule kennen wir fast alle: Rainer Stubenvoll!

Im Jahr 1975 schied die Schulleiterin Schwester Sabine aus dem Dienst und die Schule wurde einer weltlichen Schulleiterin anvertraut: Frau Schmähling. Es gab nun keine Knabenschule und keine Mädchenschule mehr, sondern eine gemischte Schule.  Frau Schmähling wurde 1985 von Rainer Stubenvoll abgelöst.

Das Kollegium mit dem Schulleiter Rainer Stubenvoll im Schuljahr 1993/94

Zum Schuljahresende 1998 verließ Rainer Stubenvoll die Korbinianschule und wurde neuer Rektor in der Paul-Gerhardt-Schule. Die Konrektorin Frau Elisabeth Kruis führte die Schule im Schuljahr 1998/99 kommissarisch.

Zum Schuljahr 1999/2000 übernahm der bisherige Pullinger Schulleiter Karl Fech die Rektorenaufgabe in St. Korbinian.

 

 

Ein neuer Abschnitt für die Korbinianschule begann 2001: Schulleiter Karl Fech, die Grundschullehrerin Annemarie Roithmeier-Huber, die Sonderschullehrerin Susanne Schöneich und die Heilpädagogin Ute Kümmerle riefen ein außergewöhnliches Projekt ins Leben: Eine "Integrative Kooperationsklasse". Mit enorm großem zusätzlichem Engagement und der Unterstützung der Elternschaft wurde eine Außenklasse der Fröbelschule mit fünf behinderten Kindern in eine 1. Klasse mit 16 Regelkindern integriert. Das Besondere an dieser Klasse war, dass die Kinder praktisch den ganzen Vormittag zusammen unterrichtet und betreut wurden. Zusätzlich zu der Grundschul- und Förderschullehrkraft wurden die Kinder noch von einer Heilpädagogin und Kinderpflegerin betreut.

Dieses aus einer Eigeninitiative der Schule in Kooperation mit der Lebenshilfe und der Fröbelschule geschaffene Projekt wurde schließlich auch als offizieller "Modellversuch" des Kultusministeriums für fünf Jahre genehmigt. Auch nach diesen fünf Jahren behielt die Schule die Kooperation in Form einer "Integrativen Kooperationsklasse" bis zum heutigen Tag bei und entwickelte das Erfolgskonzept weiter.

 

Zum Schuljahresende 2008/09 trat Rektor Karl Fech in den Ruhestand. Nachfolger wurde zu Beginn des Schuljahres 2009/10  der bisherige Konrektor der Volksschule Eching Rudolf Weichs.

 

Zu Beginn des Schuljahres 2011/12 stellte die Schule im Zuge der Umsetzung der Behindertenrechtskonvention in Bayern ihre Weichen auch offiziell auf das Profil "Inklusion".  Ab sofort werden in einer sogenannten "Tandemklasse"  sieben Kinder mit dem Förderschwerpunkt geistige  Entwicklung im Teamteaching zusammen mit Regelkindern  unterrichtet. Diese sieben Kinder sind nun nicht mehr als Partnerklasse der Fröbelschule bei uns, sondern gehören auch formal zur Regelschule.

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